| Leistungsspektrum
> Allergologie > Heuschnupfen |
||
| Heuschnupfen - Aktuelles | ||
|
Die letzte Fassung des Pollenflugkalenders aus dem Jahr 1996 wurde jetzt aktualisiert, da die Auswirkungen des Klimawandels zu einer früheren und längeren Pollenflugsaison sowie Zunahme der Pollenmenge und einer Veränderung der Pollenverteilung geführt haben. Auch Taubenkraut (Ambrosia, Ragweed) wurde neu aufgenommen, weil diese stark allergene Pflanze zunehmend von Südeuropa Richtung Norden vordringt.
Ambrosia, auch als Taubenkraut oder Ragweed bezeichnet, ist ein dem Beifuß ähnliches Wildkraut, das aus Amerika über verunreinigtes Vogelfutter und Verfrachtung von Erde in Europa eingeschleppt wurde, und sich jetzt über ganz Europa verbreitet. Befallen ist besonders Ungarn, in der Schweiz das Tessin, der Genfer Raum und Süddeutschland. Die Pflanze blüht von August bis Oktober, ihre Pollen sind ein sehr starkes Allergen. In den USA sind bereits 10% der Bevölkerung und in Ungarn sogar 80% sensibilisiert. Durch Ambrosiapollen hat dort Asthma um 12% zugenommen.
In einer aktuellen Studie aus 2007 wurden Kinder, die drei Jahre lang hyposensibilisiert wurden, zehn Jahre lang nachbeobachtet. Dabei konnte dokumentiert werden, das diese Kinder nicht nur langfristig signifikant weniger an Heuschnupfen litten, sondern das auch das persönliche Risiko, später an Asthma bronchiale zu erkranken, reduziert wurde. (Allergy 2007; 62:943-8)
Forscher der Universität
Graz haben 2007 herausgefunden, das Nicht-Allergiker auf Pollen die gleichen
Reaktionen zeigen können, wie Personen mit einer entsprechenden Allergie.
Der Grund: Bestimmte Eiweißstoffe der Pollen, die für die Befruchtung
notwendig sind, zerstören die Tänenflüssigkeit oder den
Nasenschleim, Durch die zerstörenden Wirkung diese Eiweiße
(Proteasen) werden entzündliche Prozesse ausgelöst - vor allem
dann, wenn Tränenflüssigkeit oder Nasenschleim zu wenig "Gegensubstanzen"
enthalten, die die Aktivität dieser Proteasen bremsen. An der Entwicklung
von Medikamenten wird derzeit gearbeitet.
|